Energieausweis beim Immobilienkauf

Der Energieausweis beim Immobilienkauf

Der Energieausweis beim Immobilienkauf. Noch ein Dokument, das man gesehen haben sollte, bevor man sich für eine Immobilie entscheidet. Warum er so wichtig ist, erfahren Sie hier.

Der Energieausweis beim Immobilienkauf

Der Energieausweis ist ein Ausweis, der die Gesamtenergieeffizienz eines Gebäudes angibt. Er enthält aber nicht eine Garantie für einen bestimmten Energieverbrauch. Dieser hängt vom jeweiligen Nutzverhalten ab.

Gebäude im Sinne dieses Gesetzes ist eine Konstruktion mit Dach und Wänden, deren Innenraumklima unter Einsatz von Energie konditioniert (beheizt oder gekühlt) wird und zwar sowohl das Gebäude als Ganzes als auch Gebäudeteile, die als eigene Nutzungsobjekte ausgestaltet sind. Zu den Nutzungsobjekten zählen Wohnungen, Geschäfts- und sonstige selbstständige Räumlichkeiten.

Beim Verkauf von Immobilien muss ein Energieausweis vorgelegt und ausgehändigt werden. Dazu ist der Verkäufer verpflichtet, widrigenfalls Geldstrafen drohen und auch zivilrechtlich bleibt die Unterlassene Aushändigung des Energieausweises nicht ohne Folgen.

Die Informationspflicht über den energietechnischen Zustand des Gebäudes gilt grundsätzlich bereits in Immobilieninseraten.

Warum ist der Energieausweis für den Käufer wichtig?

Wird dem Käufer nicht bis spätestens zur Abgabe seiner Vertragserklärung ein Energieausweis vorgelegt, gilt eine dem Alter und der Art des Gebäudes entsprechende Gesamtenergieeffizienz als vereinbart. Weist das Gebäude diese Eigenschaften nicht auf, stehen dem Käufer  wiederum Ansprüche aus der Gewährleistung und/oder Schadenersatz zu.

Wird trotz Aufforderung noch immer kein Energieausweis ausgehändigt, kann der Käufer entweder die Ausweisaushändigung gerichtlich erzwingen oder selbst einen Energieausweis einholen und die ihm daraus entstandenen angemessenen Kosten binnen 3 Jahre nach Vertragsabschluss ersetzt begehren.

Wird ein Gebäude übergeben, das aufgrund schlechterer energietechnischer Eigenschaften als im Energieausweis ausgewiesen einen geringeren Verkehrswert aufweist als vereinbart, entsteht dadurch ein Schaden. Wurde dieser vom Übergeber schuldhaft verursacht, steht neben Gewährleistungsansprüchen grundsätzlich auch Schadenersatz zu. Dieser Schadenersatzanspruch besteht in erster Linie auf Mängelbehebung, d.h. Reparaturen und Nachrüstungen und in zweiter Linie in Geldersatz. Diesen Ersatzanspruch kann der Käufer sowohl gegen seinen Vertragspartner, dem Verkäufer aber auch gegen den Aussteller des Energieausweises geltend machen.

Für den Käufer ist der Energieausweis vor allem dann wichtig, wenn er die Immobilie selbst vermieten möchte. Dann muss er nämlich dem Mieter einen Energieausweis vorlegen.

Für den Verkäufer ist die Vorlage eines Energieausweises vor allem eine Absicherung gegen möglich Ansprüche des Käufers. Beim Kauf zwischen Privatpersonen kann allerdings die Gewährleistung ausgeschlossen werden, womit darauf gestützte Ansprüche des Käufers abgeschnitten wären. Ein sauberer Gewährleistungsausschluss sichert daher den Verkäufer ab, darauf ist bei der Vertragserrichtung zu achten.

Mehr zum Thema Energieausweis finden Sie z.B. hier.