Fix & Flip

Fix & Flip – das ist rechtlich zu beachten

Fix & Flip – hinter diesem Schlagwort verbirgt sich der Ankauf, die Sanierung, und der Weiterverkauf einer gebrauchten Immobilie mit Gewinnerzielungsabsicht.

Dabei gibt es sowohl steuerlich, als auch rechtlich einiges zu beachten. Erfahren Sie hier mehr dazu:

 Fix & Flip – Stolperfallen vermeiden

Es gibt einiges zu beachten, wenn man mit Fix & Flip in Österreich Geld verdienen will. Davor zur Klarstellung: Es geht hier nur darum, dass man eine Immobilie in der Absicht kauft, diese zu sanieren und gewinnbringend zu verkaufen. Davon zu unterscheiden ist der „normale“ Kauf eine Immobilie und die spätere Veräußerung, mag diese auch mit Gewinn erfolgen. Im ersten Fall ist der Zweck des Ankaufes schon von Beginn an klar, währen im letzten Fall offen ist, was mit der Immobilie passieren soll. Eine kleine, aber sehr wichtige Unterscheidung.

In diesem kurzen Beitrag geht es aber nur um zwei wesentliche Themen:

Die Gewährleistung

Verkauft man als Privatperson eine Immobilie, sollte man die Gewährleistung für Sachmängel ausschließen. Das funktioniert zwischen Privatpersonen, genauer gesagt, Konsumenten auch. Damit ist man vor Ansprüchen des Käufers sicher und kann mit der Immobilie abschließen.

Mehr zum Gewährleistungsausschluss finden Sie hier.

Wenn man aber die Immobilie schon in der Absicht kauft, diese nach der Sanierung gewinnbringend zu verkaufen, könnte es sein, dass der Gewährleistungsausschluss nicht greift. Dann nämlich könnte im Streitfall das Gericht zu dem Ergebnis kommen, dass man als Unternehmer gilt. Zwischen Unternehmern und Konsumenten ist ein Gewährleistungsausschluss aber unzulässig.

Das würde bedeuten, dass man als Verkäufer für Mängel haftet.

Die Immobilienertragsteuer

Für Gewinne aus privaten Grundstücksveräußerungen fällt Immobilienertragsteuer an. Diese beträgt 30 % des Veräußerungsgewinnes. Nachdem grundsätzlich in Österreich ein Steuersatz von bis zu 55 % gilt, kann die Immobilienertragsteuer als „Flattax“ gesehen werden.

Mehr zur Immobilienertragsteuer finden Sie hier.

Handelt man aber mit Gewinnerzielungsabsicht, schließt das regelmäßig eine private Grundstücksveräußerung aus, sodass auch die Regelungen über die Immobilienertragsteuer nicht anwendbar sind. Die Folge kann eine steuerliche Mehrbelastung sein. Dazu könnte der Gewinn auch sozialversicherungspflichtig sein.

Fix & Flip – Fazit

Bei Fix & Flip – Projekten ist die Vorbereitung entscheidend. Es sollte darauf geachtet werden, eine Rechtsform zu wählen, die einen gegen steuerliche und rechtliche Folgen weitestgehend absichert. Zu denken ist dabei insbesondere an eine GmbH. Auch gewerberechtlich sollte man prüfen, ob das Vorhaben spezielle Anforderungen erfüllen muss.

 

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