Grundbuchseintragung

In 4 Schritten zur Grundbuchseintragung

Wie lange dauert es bis zur Grundbuchseintragung, und welche Schritte sind dafür notwendig? Finden Sie mehr dazu im Video. Weiter unten sind die einzelnen Schritte erklärt.

Die wichtigsten Schritte zur Grundbuchseintragung im Überblick:

Notariell beglaubigter Kaufvertrag

Für die Eintragung/Einverleibung von Rechten, wie zum Beispiel Ihres Eigentumsrechtes im Grundbuch, brauchen Sie eine notariell beglaubigte Kaufvertragsurkunde. Der Kaufvertrag an sich könnte auch mündlich abgeschlossen werden und wäre trotzdem wirksam. Aber nicht nur für das Grundbuch, auch für den Streitfall, ist es besser, Sie haben einen schriftlichen Vertrag.

Bestätigung der Grundverkehrsbehörde

Die meisten Eigentumsübertragungen brauchen keine Genehmigung mehr durch die Grundverkehrsbehörde. Vor allem nicht, wenn es um Kaufverträge über bebaute Liegenschaften geht, also auch Wohnungen und Häuser, reicht die Anzeige des Rechtsvorganges an die Grundverkehrsbehörde aus. Über die Anzeige wird eine Bestätigung ausgestellt, die dem Grundbuch vorgelegt werden muss.

Zahlung der Steuern und Abgaben

Zum eigentlichen Kaufpreis für die Immobilie kommen noch viele einzelne Posten dazu. Jedenfalls müssen

  • 3,5 % Grunderwerbsteuer an das Finanzamt, und
  • 1,1 % Eintragungsgebühr für das Eigentumsrecht an das Grundbuchsgericht

bezahlt werden, bevor Sie ins Grundbuch kommen. Der Vertragserrichter berechnet diese Abgaben selbst und führt Sie an das Finanzamt ab.

Für die Eintragung einer Hypothek für die finanzierende Bank im Grundbuch, fallen 1,2 % Eintragungsgebühr an. Die Gebühr wird bemessen an der einzutragenden Summe. Üblicherweise berücksichtigt die finanzierende Bank diese Kosten bereits in der Kostenübersicht für den Kredit.

Antrag an das Grundbuch

Damit Sie dann endlich mit Ihrem notariell beglaubigt unterschriebenen Kaufvertrag ins Grundbuch kommen, müssen Sie einen Antrag an das Grundbuchsgericht stellen. Das Grundbuchsgericht ist das Bezirksgericht, in dessen Sprengel sich die Immobilie befindet.

Der Grundbuchsantrag wird vom Vertragserrichter in elektronischer Form beim zuständigen Gericht eingebracht. Das Grundbuchsverfahren ist sehr formalistisch aufgebaut und das Gericht prüft den Antrag und auch den Vertrag auf Punkt und Komma, bevor die Grundbuchseintragung erfolgt. Ist alles in Ordnung, bewilligt das Gericht die Eintragung mit Beschluss. Für den Antrag selbst fallen wieder Pauschalgebühren an.