Inflationsanpassung – Miete erhöhen

Inflationsanpassung?

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Inflationsanpassung – das ist zu beachten

Wie immer muss man im ersten Schritt prüfen, ob der Mietvertrag dem Vollanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes unterliegt. Das hat nämlich Folgen für den maximal erzielbaren Mietzins. Die Miet-Obergrenze darf dann auch bei einer Inflationsanpassung nicht überschritten werden. Ein eigenes Video zum Thema Anwendungsbereich MRG gibt es hier.

Vertragsgestaltung

Dann ist zu überprüfen, ob der Vertrag die Anpassung der Miete an die Inflation überhaupt ermöglicht. Außerhalb des Vollanwendungsbereiches des MRG entscheidet der Vertrag, ob und wie eine derartige Anpassung zulässig ist.

In der Praxis wird der Mietzins an den Verbraucherpreisindex gekoppelt, um eine nachvollziehbare Anpassung zu ermöglichen. Der Verbraucherpreisindex gibt die Änderung des Geldwertes jeweils für einen bestimmten Warenkorb wieder.

Dann sind häufig bestimmte Schwankungstoleranzen vereinbart. Beispielsweise wird oft vereinbart, dass Schwankungen bis z.B. 3 % unberücksichtigt bleiben sollen. Eine Anpassung ist damit erst möglich, wenn sich der Index gegenüber dem definierten Zeitpunkt um mehr als 3 % ändert.

Schwankungstoleranzen sind sinnvoll, weil sich natürlich auch der Mieter auf die Indexklausel berufen und dann eine Anpassung des Mietzinses verlangen kann. Ohne Schwankungstoleranz kann das zu einem ungeheuren Aufwand führen, schließlich werden die Indexzahlen monatlich veröffentlicht.

Hier geht es zum Indexrechner der Statistik Austria: https://www.statistik.at/Indexrechner/

Indexanpassung – Geltendmachung

Hat die Berechnung mit Hilfe des Indexrechners ergeben, dass eine Anpassung möglich ist, muss diese dem Mieter angezeigt werden. Das muss nachweislich geschehen, also am besten per Einschreiben oder digital signiertem E-Mail mit Lese- bzw. Übermittlungsbestätigung. Die Vorschreibung des neuen Mietzinses muss mindestens 14 Tage vor dem neuen Zinstermin erfolgen. Eine Rückwirkende Anpassung ist nur außerhalb des Vollanwendungsbereiches möglich. Dabei muss aber die vertragliche Formulierung genau berücksichtigt werden.

Wird der neue Mietzins nicht bezahlt, obwohl er korrekt berechnet, rechtzeitig bekannt gegeben wurde, und auch den gesetzlichen und vertraglichen Anforderungen entspricht, kann mit einer Mietzinsklage reagiert werden. Der Mieter riskiert damit aber die Kündigung des Mietvertrages.

Lässt Ihr Mietvertrag die Indexanpassung zu? Laden Sie ihn einfach in unserem Formular „Schnellanfrage“ hoch und wir machen Ihnen ein Angebot für die Prüfung.

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