Mieterkündigung

Mieterkündigung

Die Mieterkündigung – viele Mieter glauben, das Mietrecht schützt nur sie. Nein, ein befristeter Mietvertrag soll Vermieter und Mieter schützen. Doch wann kann der Mieter einen solchen Vertrag kündigen? Welche Fristen sind zu beachten, und was passiert, wenn sie nicht eingehalten werden?

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-> Hier erfahren Sie mehr zur korrekten Befristung von Mietverträgen.

Ab wann kann der Mietvertrag gekündigt werden?

Gem. § 29 Abs. 2 MRG kann der Mieter nach Ablauf eines Jahres der ursprünglich vereinbarten oder verlängerten Dauer des Mietverhältnisses dieses unter Einhaltung einer dreimonatigen Frist zum Monatsletzten gerichtlich oder schriftlich kündigen. Dabei ist zu beachten, dass die dreimonatige Kündigungsfrist erst nach Ablauf eines Jahres beginnt, und de facto eine Kündigung erst nach einer 16 Monatigen Vertragslaufzeit möglich ist (1 Jahr + Zustellung der schriftlichen Kündigung + 3 Monate Kündigungsfrist bis zum nächsten Monatsletzten).

Was gilt, wenn der Vertrag stillschweigend verlängert wurde?

Im Fall der stillschweigenden Erneuerung eines befristeten Mietvertrages kann der Mieter jederzeit unter Einhaltung einer dreimonatigen Kündigungsfrist zum Monatsletzten schriftlich oder gerichtlich Kündigen, die Wartefrist von 12 Monaten, die bei ausdrücklicher Befristung gilt, entfällt also in diesen Fällen.

Außerordentliche Kündigung

Bei Vorliegen wichtiger Gründe kann auch der Mieter den Vertrag ohne Einhaltung einer Frist oder von Terminen jederzeit kündigen, auch wenn der Vertrag befristet ist. Kommen für die Kündigung durch den Vermieter in der Praxis die Säumigkeit mit Zahlungen oder der grob nachteilige Gebrauch besonders oft vor, geht es bei der Mieterkündigung häufig um die Unbrauchbarkeit des Mietgegenstandes, z.B. wegen Schimmel.