Nebenkosten beim Immobilienkauf

Nebenkosten beim Immobilienkauf

Als Immobilienkäufer schaut man zuerst natürlich auf den Kaufpreis der Wohnung oder Hauses. Doch dabei denken viele Interessenten bei der Suche verständlicherweise noch nicht an die Nebenkosten beim Immobilienkauf. Die Nebenkosten bemessen sich am Kaufpreis und deshalb handelt es sich dabei schnell um beachtliche Beträge.

An einem Beispiel zeige ich, welche Nebenkosten beim Immobilienkauf anfallen. Natürlich behandle ich auch die zentrale Frage, welche Nebenkosten beim Immobilienkauf unvermeidbar sind, und bei welchen Verhandlungsspielraum besteht. Auch beim Wiederverkauf spielen diese Kosten eine Rolle. Sie fließen nämlich in die Bemessungsgrundlage der Immobilienertragsteuer ein und haben daher direkte Auswirkungen auf die allfällige Steuerbelastung beim Verkauf der Immobilie.

Von der Grunderwerbsteuer, über die Eintragungsgebühren für Eigentumsrecht und Pfandrechte bzw. Hypotheken bis zu Maklergebühren und Anwaltskosten behandle ich in diesem kurzen Video alle relevanten Themen.

Die wichtigsten Nebenkosten beim Immobilienkauf im Überblick!

Zum eigentlichen Kaufpreis für die Immobilie kommen noch viele einzelne Posten dazu. Als Faustregel kann man mit 10 % des Kaufpreises rechnen.

  • 3,5 % Grunderwerbsteuer an das Finanzamt
  • 1,1 % Eintragungsgebühr für das Eigentumsrecht
  • 1,2 % der Kreditsumme für das Pfandrecht an das Grundbuch zu zahlen.

Dazu können noch Maklergebühren (ca. 3 %) und Kosten für die Errichtung des Kaufvertrages (1 % bis 2,5 %) kommen, jeweils zuzüglich 20 % Umsatzsteuer.

Kleinere Ausgaben fallen an bei der Grundverkehrsbehörde (bis ca. EUR 150,00) und beim Notar für die Beglaubigung der Unterschrift (bis ca. EUR 250,00), weiters Pauschalgebühren beim Grundbuch (bis EUR 58,00) und für die Archivierung der notwendigen Urkunden (erfahrungsgemäß ca. EUR 50,00 bis EUR 100,00).

Die Nebenkosten variieren allerdings stark von Fall zu Fall. Mit den 10 % ist man aber gut dabei, wenn man vor dem Kauf einer Immobilie kalkuliert. Auch die meisten Banken gewähren Kredite häufig bei 20 % Eigenkapital und gehen davon aus, dass die Nebenkosten nicht finanziert werden müssen. So kommt man dann auf 30 % Eigenkapital und man kann sich schnell den finanzierbaren Betrag zumindest grob einschätzen.

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