Kleinreparaturen: Mieter oder Vermieterpflicht?

Reparaturen in der Mietwohnung – wer zahlt?

Grundsätzlich obliegt dem Vermieter die laufende Erhaltung des Mietgegenstandes in brauchbarem Zustand. Aber was bedeutet das für Reparaturen in der Mietwohnung in der Praxis? Für welche Reparaturen muss der Mieter selbst aufkommen?

Wer die Kosten für Reparaturen in Mietwohnungen tragen muss, ist schon im Gesetz grundlegend normiert. Danach obliegt die laufende Erhaltung des Mietgegenstandes in brauchbarem Zustand dem Vermieter. Der Vermieter bekommt vom Mieter schließlich die Miete für das Objekt, davon ausgehend, dass er der Mieter auch für seine Zwecke verwenden kann.

Andererseits ist herrschende Auffassung, dass nicht für jede Kleinigkeit der Vermieter zuständig ist, und er dafür auch nicht die Kosten zu tragen hat. Müsste der Vermieter nämlich tatsächlich anfangen, bei den Mietern Glühbirnen zu tauschen, könnte das schnell ein großer Aufwand werden. Man denke an große, institutionelle Vermieter mit vielen tausend Mietwohnungen. Sie müssten Elektriker und Hausmeister beschäftigen, die sich darum kümmern müssten. Damit wären enorme Kosten und ein großer Aufwand verbunden.

Auf der anderen Seite ist es für die meisten Mieter kein Problem, eine Glühbirne zu wechseln, und auch die Kosten fallen nicht ins Gewicht. Es ist daher nachvollziehbar und sinnvoll, dass Bagatellreparaturen der Mieter erledigen soll, und zwar auf eigene Kosten.

Doch welche Kleinreparaturen muss der Mieter selbst vornehmen?

Das wären beispielsweise das Austauschen von Glühbirnen und Leuchtstoffröhren, die Erneuerung einfach zu klebender Fensterdichtungen und generell alle Arbeiten, für die ein durchschnittlich begabter Mieter keinen Handwerker braucht.

Diese gesetzliche Grundregel gilt aber nur, wenn der Mietvertrag nicht etwas anderes regelt. Daher ist auch hier auf die Vertragsgestaltung besonderes Augenmerk zu legen.

Die Frage, wer für eine Reparatur zuständig ist, hat konkrete praktische Auswirkungen, nämlich auch auf eine allfällige Mietzinsminderung. Schließlich könnte ein Mieter auf die Idee kommen, wegen ziehender Fenster im Winter weniger Miete zu bezahlen. Trifft aber ihn selbst die Verpflichtung zur Reparatur solcher kleiner Mängel, kann er natürlich auch die Miete nicht mindern.