Unbebautes Baugrundstück kaufen

Unbebautes Baugrundstück kaufen – das ist rechtlich zu beachten:

Hier finden Sie einige Hinweise auf rechtlich relevante Themen, wenn Sie ein unbebautes Baugrundstück von einem Nicht-Unternehmer, also von einer Privatperson – nicht von einem Bauträger oder Unternehmer, kaufen wollen. Mit einer geschickten Vertragsgestaltung kann das Baugrundrisiko für den Bauherrn eingeschränkt werden, ohne dem Verkäufer unzumutbare Garantien abzuverlangen.

Unbebautes Baugrundstück kaufen – das ist rechtlich zu beachten:

Sie wollen ein unbebautes Baugrundstück kaufen, beispielsweise um darauf ein Eigenheim zu bauen? Dann müssen viele Punkte beachten.

Abgesehen von den baulichen Themen wie der grundsätzlichen Eignung des Grundstückes für den vorgesehenen Zweck, muss natürlich auch die Widmung den Bau des geplanten Gebäudes zulassen.

Rechtlich ist beim Kauf von einem Privaten zu beachten, dass der Verkäufer kein Interesse hat, die Haftung für eine bestimmte Art oder Beschaffenheit des Grundstückes zu übernehmen. Er wird also die gesetzliche Gewährleistung ausschließen können, was bei Verträgen zwischen Privatpersonen rechtlich zulässig und auch üblich ist.

Für den Käufer hingegen ist es gerade wichtig, dass er das Grundstück bebauen kann. Einerseits wird also der Verkäufer keine Garantie für die Bebaubarkeit übernehmen, andererseits wird der Käufer nicht kaufen wollen, ohne zu wissen, was sich unter der Erdoberfläche befindet, wo er doch gleichzeitig das Risiko trägt. Kann aufgrund von Hindernissen, die sich unter der Erde befinden, nicht gebaut werden, ist das ein finanzielles Desaster.

Idealerweise lässt sich der Käufer also vom Verkäufer zumindest zusichern, dass ihm keine Hindernisse bekannt sind, die die Bebauung wesentlich erschweren oder verhindern würden, soweit diese Gründe nicht offensichtlich sind. Bei einem Hanggrundstück wird der Verkäufer z.B. nicht auf die mit der Hanglage verbundenen Schwierigkeiten bei der Bebauung hinweisen müssen…

Aber er müsste sehr wohl darauf hinweisen, wenn sich unterhalb der Erdoberfläche ein alter Kanal befindet, der möglicherweise einer Bebauung entgegensteht oder diese zumindest erschwert, sofern er nicht im Grundbuch eingetragen ist. Was im Grundbuch nämlich ersichtlich ist, muss dem Käufer bekannt sein.

Also sollte man bei einem Kaufvertrag über eine unbebaute Liegenschaft, insbesondere bei einem Baugrundstück auf die Zusicherung des Verkäufers bestehen, dass ihm keine Hindernisse oder Erschwerungsgründe bekannt sind, die gegen eine Bebauung sprechen. Sollte man dann doch wider Erwarten auf Widerstände bei der Bebauung stoßen, wie einen alten Kanal oder einen unterirdischen Schrottplatz, hat man gute Chancen, vom Verkäufer Schadenersatz zu bekommen.